Krankheiten alternativ behandeln

Arnika – Die schmerzlindernde & entzündungshemmende Heilpflanze

Hintergrund

Arnika
Arnika Pflanze

Die echte Arnika (lat. Arnica Montana) oder auch Bergwohlverleih genannt, ist mit der Ringelblume verwandt und eine der beliebtesten Heilpflanzen Deutschlands. Sie hat vielfältig wirkenden Inhaltsstoffe, die ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen und die Arnika medizinisch besonders wertvoll machen.

Sie wird heutzutage vor allem in Nord- und Südeuropa, stellenweise auch in der in der Balkanregion gefunden und wird seit Jahrhunderten erfolgreichen gegen Schmerzen eingesetzt. Da sie allerdings vom Aussterben bedroht ist, steht sie in Deutschland unter Naturschutz (siehe rote Liste gefährdeter Arten) und darf daher nicht selbst gesammelt werden. Die für arzneiliche Zwecke verwendeten Drogen stammen hauptsächlich aus anderen europäischen Ländern wie der Schweiz, Portugal, Spanien oder Italien.

Arnika wächst überwiegend auf Gebirgswiesen und in lichten Wäldern. Die aromatischen Blüten haben eine satte goldgelbe Farbe und die Pflanze selbst kann bis zu 60 cm hoch wachsen. Die Arnikapflanze gehört zu den Korbblütlern (Astaraceae) und blüht in Deutschland und Mitteleuropa ungefähr von Juni bis August.

Für die medizinischen Präparate werden hauptsächlich die Blüten (Arnicae flos), selten aber auch die Wurzeln (Arnicae radix) oder das Kraut (Arnicae herba) genutzt. Arnika wird hauptsächlich äußerlich als alkoholische Tinktur eingesetzt, ist aber auch in Form von Öl, Kügelchen, Gel etc auf dem Markt erhältlich.

 

Eigenschaften

Arnika GlobuliArnika KügelchenDie entzündungshemmenden, antibakteriellen und schmerzstillenden Eigenschaften der Arnika kommen vor allem in der äußerlichen Anwendung  von Tinkturen und Salben zum Einsatz.

Arnikablüten enthalten ätherisches Öl, Flavonoide,  Sesquiterpenlactone (z.B. Helenalin, das die Bildung von entzündungauslösenden Stoffen hemmt), Cumarine und Phenolcarbonsäuren.

Eine Arnikatinktur wird hergestellt, indem die Blüten direkt nach der Ernte in Weingeist gelagert und mehrere Wochen in einem abgedeckten Glas aufbewahrt werden. Nachdem die Arnikablüten ihre Wirkstoffe an den Alkohol abgegeben haben, werden die Blüten abgeseiht und die Flüssigkeit in dunkle Apothekerfläschchen umgefüllt. Diese Tinktur wirkt durchblutungssteigernd und fördert die Wundheilung.

 

Medizinische Verwendung

Die Arnikapflanze bietet ein breites Anwendungsgebiet:

  • Bei Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Bei Stoffwechselerkrankung wie Gicht
  • Entzündungen wie zum Beispiel bei Venenentzündungen, Krampfadern
  • Äußerliche Anwendung bei stumpfen Verletzungen wie Zerrungen, Blutergüssen, Prellungen und bei Muskel- und Gelenkbeschwerden generell

 

Vorbehalte

  • Arnika sollte nicht bei bestehender Arnika- oder Korbblüterallergie verwendet werden. Eine Allergie äußert sich unter anderem durch eine gereizte, gerötete Haut, die stellenweise anschwellen kann. Es können sich zudem Quaddeln, also kleine Bläschen bilden. Empfehlenswert: vor jeder Anwendung einen kleinen Allergietest durchführen. Dazu ein paar Tropfen des Präparates auf die Armbeuge geben und die Reaktion der Haut beobachten. Treten die oben beschrieben Zustände auf, verzichten Sie auf die weitere Anwendung.
  • Vorsichtig sollte man bei offenen Wunden und gereizter Haut sein. Arnika sollte immer nur auf intakter Haut gegeben werden. Außerdem sollte man den Kontakt von Arnika mit Schleimhäuten und Augen vermeiden.
  • Von einer innerliche Anwendung wird inzwischen abgeraten (Ausnahme: Homöopathika ohne Wirkstoffe)
  • Achtung: ein dauerhafte Gebrauch ist nicht empfehlenswert, da Arnika langfristig eine Allergie oder andere Komplikationen wie Ekzeme, Blasenbildung und andere Formen von Hautirritationen hervorrufen kann. Tipp: Arnika immer nur stark verdünnt anwenden!
  • Menschen, die Schwierigkeiten mit der einheimischen Arnika haben, können alternativ die ähnlich wirkende Arnika aus Spanien oder Portugal ausprobieren, diese enthalten weniger Helenalin und werden von einigen Menschen besser vertragen.

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.