Krankheiten alternativ behandeln

Salbei – Heilpflanze für den Mund- und Rachenraum

Hintergrund

Salbei ist eine Pflanzenart der Gattung Lippenblütler (Lamiaceae), gehört zu den ältesten Heilpflanzen, die man kennt und hat sich in der Naturheilkunde über viele Jahre bis heute hin bewährt.

Die botanische Bezeichnung des echten Salbeis lautet Salvia officinalis. Salvia wird vom lateinischen Wort „salvare“ abgeleitet und bedeutet übersetzt „Heilen“ während das Wort „officinalis“ auf eine arzneilich wirksame Pflanze hinweist. Der echte Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist ungefähr im achten Jahrhundert nach Deutschland gekommen.

Die Gattung der Salbeipflanzen umfasst mehr als 1000 Arten und die meisten Pflanzen erreichen Wuchshöhen von etwa 40-60 cm. Die Blüten duften angenehm, sind violettfarben und entfalten von Mai bis etwa Mitte Juli ihre volle Pracht. Die Blätter sind mit einem charakteristischem weichen Flaum überdeckt und haben, wenn man sie mit den Fingern etwas zerreibt einen angenehm würziges Aroma und Geschmack, weshalb Salbei nicht nur als Heilpflanze von Bedeutung ist, sondern auch fester Bestandteil vielerlei köstlicher Gerichte ist.

Neben des echten Salbeis (Salvia officinalis) gibt es zum Beispiel auch noch andere Salbeiarten wie den Wiesensalbei (Salvia pratense),  den Muskatellersalbei (Salvia sclarea) oder den Feuersalbei (Salvia splendens). In der Medizin werden vor allem aber der echte Salbei (Salvia officinalis) und der und der Dreilappige Salbei Salvia Fructosa (= Salvia triloba, Griechischer Salbei) verwendet.

Salbei findet vor allem bei Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes Verwendung und hat sich dort als Heilmittel bewährt, hat aber auch noch viele andere positive Eigenschaften.

Eigenschaften

Die Blätter des Salbei (Salviae folium) entfalten ihre heilende und desinfizierende Wirkung durch die Kombination der ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Anwendung findet der echte Salbei deswegen hauptsächlich bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum. So kann entzündetes Zahnfleisch mit einer Salbeispülung oder Salbeizahncreme erfolgreich kuriert werden.
Andere Haupteinsatzgebiete sind diverse Atemwegserkrankungen sowie ungewollt starkes Schwitzen.

Die in den Salbeiblättern enthalten ätherischen Öle Cineol und Camphen töten Bakterien, Viren (zum Beispiel Herpesviren) und Pilze ab und wirken entzündungshemmend. Die Gerbstoffe hingegen entfalten eine adstringierende, also zusammenziehende Wirkung und können die Schleimhäute kräftigen.

Des weiteren wirkt Salbei auch antioxidativ, krampflösend und blähungstreibend.

Medizinische Verwendung

  • bei Husten, grippalen Infekten und Bronchitis
  • bei Erkältungen und Fieber
  • Halsentzündungen und Halsschmerzen (zum Beispiel bei Mandelentzündungen)
  • Mundschleimhaut- und Rachenentzündungen (Stomatitis, Gingivitis, Angina tonsillaris)
  • vermehrte Schweißsekretion (z.B. bei Schweißfüßen, Nachtschweiß und Schweißausbrüchenim Rahmen der Wechseljahre)
  • Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen
  • Weißfluss
  • bei Störungen des Magen-Darm-Trakts, wie zum Beispiel bei Verdauungsbeschwerden
  • Äußerliche Behandlung von Fieberbläschen
  • Hitzewallungen in den Wechseljahren

Salbei wird in verschiedenen Darreichungsformen angeboten. Geläufig sind vor allem jedoch: Tee, Gurgellösungen,  Salben und Umschläge.

Vorbehalte

  • Bei Überempfindlichkeit und Allergie sollte Salbei vermieden werden.
  •  Salbei und Salbeiextrakte sollten während einer Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Salbei enthält östrogenartige Verbindungen, die sich negativ auf die Schwangerschaft und den Milchfluss auswirken können. Für das Abstillen kann Salbei jedoch eingesetzt werden.
  • Salbei ist für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet
  • Bei längerer Anwendung von Salbeiextrakten bzw der ätherischen Öle kann es zu einer Überdosierung kommen und es können Hitzegefühl, Herzrythmusstörungen und Krämpfe auftreten. Diese entstehen aufgrund der toxischen Wirkung des Thujons. Bei niedrigen Dosen und kurzfristigem Gebrauch ist Salbei jedoch völlig sicher und harmlos.
  • Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind zur Zeit nicht bekannt.


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