Krankheiten alternativ behandeln

Sonnenhut – Pflegeleichte Heilpflanze aus dem eigenen Garten

Hintergrund

Der Sonnenhut (lat. Echinacea) ist eine schön anzusehende, meist violett blühende Staudenpflanze die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Die Blütenköpfe sind leicht stachelig und erinnern an einen Igel, weshalb sich der Name vom dem Griechischen Wort echinos ableitet, welches auf Deutsch nichts anderes als „Igel“ bedeutet. Unter indigenen Völkern Amerikas galt der Sonnenhut als lang bewährtes Heilmittel und ist auch in Deutschland inzwischen sehr beliebt geworden.

Es werden drei Sonnenhutarten als Arzneimittel eingesetzt: der purpurfarbene Sonnenhut (Echinacea purpurea), der blasse Sonnenhut (Echinacea pallida) und der schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia). Der purpurfarbene Sonnenhut wird ca. 80 cm hoch, der blasse bis zu einen Meter und der schmalblättrige ist etwas kleiner und wird nur maximal 50 cm groß. Unterscheiden kann man die Sonnenhutarten relativ gut durch die Farben. Der blasse Sonnenhut hat im Gegensatz zu den anderen Sonnenhutarten eine weniger kräftige Farbe und ist meist rosa bis weißlich.

Sonnenhut gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und blüht von Mai bis August. Er wird hauptsächlich gerne zur allgemeinen Kräftigung des Immunsystem eingenommen, kann aber auch gezielt bei Beschwerden der oberen Atemwege eingesetzt werden und Erkältungen vorbeugen.

Eigenschaften

Der Sonnenhut oder Echinacea besitzt entzündungshemmende, antiseptische (Krankheitserreger abtötend) und immunstimulierende Eigenschaften. Die enthaltenen Alkamide und Kaffeesäurenabkömmlinge machen das Immunsystem stark und wappnen es gegen grippale Infekte. Allerdings besitzt die Heilpflanze auch Vorteile, die auch gezielt gegen anderen Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt werden und den Heilungsprozess beschleunigen können.

Echinacea enhält des weiteren auch noch Cichoriensöure, Echinacosid und Cynarin, welche antioxidativ (freie Radikale einfangend) wirken und so vor UV-Schäden aus zum Beispiel Nikotin, Alkohol und dem Smog aus der Umwelt schützen können.

Eigenschaften des Sonnenhuts im Überblick:

  • Wirkt anregend auf das Immunsystem
  • Stillt Schmerzen
  • Wirkt antioxidativ, was auch speziell Sportlern und Menschen, die in Großstädten leben zugute kommen kann
  • Wirkt Antiviral, Antifungal (gegen Pilze wirkend)
  • Fördert die Wundheilung der Haut
  • Kann Substanzen im Körper hemmen, die als Entzündungsauslöser gelten

Medizinische Verwendung

Das hauptsächliche Einsatzgebiet des Sonnenhuts ist die Stärkung des Immunsystems und die Vorbeugung von Infektionen. Das geschieht durch die Anregung der Produktion von weissen Blutkörperchen. Idealerweise verwendet man Sonnenhut im Winter  jedoch zur Vorbeugung anstatt zur Behandlung von etwa Erkältungen. Sonnenhut wird ebenso als Salbe oder im Umschlag für Hautkrankheiten angewendet. Bei Schuppenflechte oder eitrigen Wunden etwa, kann Sonnenhut durch seine antibakterielle Eigenschaften den Heilungsprozess beschleunigen.

Beschwerden bei denen Sonnenhut zum Einsatz kommen kann im Überblick:

  • Wirkt unterstützend bei rückkehrenden grippalen Infekten, sowie auch bei Bronchitis, Husten und Erkältungen
  • Bei Harnwegsinfekten
  • Lymphknoten-Schwellungen
  • Äußerlich bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden, Bisse und Insektenstiche
  • Behandlung von Verletzungen, Geschwüren und leichte Hautentzündungen
  • Entzündungen der lymphatischen Organe
  • Unterschenkelgeschwüre
  • Gelenkentzündungen

Sonnenhutpräparate gibt es sowohl für die innere als auch äußerliche Anwendung als zum Beispiel Presssaft, Tabletten, Mundspülungen, Salben, Tinkturen und Injektionslösungen. Und auch als homöopathische Globuli in den Potenzen von D2 bis D12 kann Sonnenhut käuflich erworben werden.

Achtung: beim Kauf eines Präparates sollte darauf geachtet werden, dass es Wurzeln aus der Echinacea pallida (blasser Sonnenhut) oder Kraut aus der Echinacea purpurea (purpurfarbener Sonnenhut) enthält, da nur diese Pflanzenbeestandteile medizinisch wirksam sind und gute Ergebnisse liefern.

Vorbehalte

  • Bei Überempfindlichkeit und Allergie gegen Korbblütlern Sonnehut unbedingt vermeiden
  • Es kann bei der Einnahme von Sonnenhut zu Verdauungsstörungen kommen. Überdosierungen sollen vermieden werden, da es zu Fieber, Übelkeit und Erbrechen kommen kann.
  • Bei bestehender eingeschränkter Immunabwehr (wie zum Beispiel bei AIDS, HIV-Infektionen oder Multipler Sklerose etc) sollte auf Echinacea verzichtet werden, da die Gefahr besteht, dass es eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten gibt.
  • Echinacea ist für Säuglinge nicht geeignet.

 

 

 



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